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Von Autoimmuninfos, über Rheumawissen und Kongresse bis hin zu Skill Labs findest du hier interessante Termine aus der Rheumatologie. Wir würden uns freuen, dich auf einer der Veranstaltungen zu begrüßen. Falls du eine Idee für eine Kursthema hast, schreibe uns! Wir können nicht versprechen, dass der Kurs umgesetzt wird – wir diskutieren es aber auf jeden Fall!

Kurs zur klinischen Immunologie

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Die klinische Immunologie ist integraler Bestandteil der Rheumatologie. Zu Zeiten, als die Haupt-Ideengeber der Rheumatologie noch physikalische Therapie, Rheumachirurgie und Orthopädie hießen, nahmen die meisten Rheumatologen die klinische Immunologie nicht oder kaum wahr. Die Zeiten haben sich gewandelt! Zwar war die Verankerung der klinischen Immunologie innerhalb der Organfächer immer verhandelbar, aber in den letzten 20 Jahren hat sich die Rheumatologie von allen Organfächern am meisten auf die klinische Immunologie eingelassen. Daraus resultierte nicht nur eine intensive Erforschung der immunpathologischen Grundlagen der entzündlichen rheumatischen Systemerkrankungen, sondern auch die Einführung zahlreicher neuer aus der Forschung hervorgegangenen Therapieprinzipien. Gut ausgebildete klinische Immunologen übernahmen in den universitären Rheuma-Abteilungen die ärztliche Führung, mit dem Ergebnis, dass die Rheumatologie heute das Fach der Inneren Medizin mit der stärksten immunologischen Prägung ist. Wenn die Rheumaakademie eine Fortbildungsveranstaltung „Klinische Immunologie“ ausweist, so ist das nur die logische Fortsetzung eines jahrelangen Engagements der DGRh auf diesem Gebiet, was sich z. B. auch seit Jahren in regelmäßigen Symposien zur „Pathogenese von Autoimmunität und Immundefizienz“ auf den DGRh-Tagungen niederschlägt.

Die Überzeugung, dass diese beiden Bereiche nicht nur ätiopathogenetisch, sondern auch klinisch zusammengehören, hat auch die Programmgestaltung der Rheumaakademie-Veranstaltung begleitet. Nach einer Einführung in die Reaktionsprinzipien des angeborenen und adaptiven Immunsystems werden ist es dem Referententeam „Klinische Immunologie“ ein besonderes Anliegen, den Teilnehmern die enge Nachbarschaft von Autoimmunität, Immundysregulation und Immundefizienz zu vermitteln. Es folgen Darstellungen einer Th1/Th17 dominierten Immunpathologie am Beispiel der RA, IgG4 assoziierte Krankheitsbilder als Beispiel einer gebremsten adaptiven Immunantwort. Es folgt die Beschreibung einer hochgefährlichen, ungebremsten Autoinflammation am Beispiel der Hämophagozytose-und Makrophagen-Aktivierungs-Syndrome zu denen neuerdings auch einige hochentzündliche COVID-19 Verläufe zählen. Am Beispiel des SLE diskutieren wir eine Th2 dominierte B Zell Erkrankung mit hoher IFN-1 Signatur. Die autoantikörper-vermittelte Immunpathologie wird am Beispiel der ANCA assoziierten Vaskulitiden verdeutlicht.

Den Abschluss bildet ein Überblick über das dynamische Gebiet der Immunpharmakologie, das mit den klassischen kleinmolekularen csDMARDS und den biologischen bDMARDs und den zielgerichteten, synthetischen tsDMARDs (z. B. Kinase-Inhibitoren) inzwischen drei große Gruppen umfasst. Eine Sonderstellung mit großer klinischer Bedeutung nehmen B-Zellund Antikörper gerichtete immunsuppressive und modulierende Therapien ein, die in einem gesonderten Vortrag behandelt werden.

Die Teilnehmer sollen nach einer Einführung in die Organisation und Funktionsweise des Immunsystems lernen, an Beispiel-Krankheiten immunpathologische Reaktionsmuster des innaten und adaptiven Immunsystems wiederzuerkennen und plausible Therapievorschläge herzuleiten.

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